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SUMMARY:Dort wie ein schwarzer Riese ruht der Rhein
DESCRIPTION:Erinnerungen an jüdische Kulturschaffende in Bendorf -Sayn\n\nWir wollen an Dr. Hanna Hellmann erinnern\, eine berühmte Kleist-Forscherin\, Journalistin und Feministin\, die in Frankfurt Vorträge über Traumdeutung\, Frauenarbeit und das Frauenstimmrecht hielt. Sie war mit Else Lasker-Schüler\, Martin Buber\, Magnus Hirschfeld und vielen anderen größtenteils jüdischen Intellektuellen ihrer Zeit befreundet. Nach dem Tod ihrer Mutter soll sie in eine psychische Krise geraten sein\, worauf man sie in verschiedene psychiatrische Kliniken einwies\, zuletzt (1939) in die Jacoby’schen Anstalten in Bendorf-Sayn. Dort malte sie Hunderte farbiger Blumenbilder\, die sich heute in der Sammlung Prinzhorn in Heidelberg befinden. „Was ich zu sagen hab‘\, sagen die Bilder“\, schrieb sie in einem Brief an ihre Schwester Lilly. Im Juni 1942 wurde sie nach Koblenz-Lützel deportiert und von dort ins Vernichtungslager Sobibor. \nWir wollen an den Dichter Jakob van Hoddis erinnern\, einen expressionistischen Lyriker\, der vor allem durch sein Gedicht „Weltenende“\, das er 1911 in der Zeitschrift „Der Demokrat“ veröffentlichte\, berühmt wurde. Weitere Texte publizierte er in der Zeitschrift „Die Aktion“ des Franz Pfemfert. Der Dichter Jakob van Hoddis wurde 16. Mai 1887 als Hans Davidson in Berlin geboren und wuchs dort auf. Er studierte in Jena und Berlin klassische Philologie. Aufgrund seiner psychischen Erkrankung hielt er sich ab den frühen 1920er Jahren in verschiedenen Kliniken auf und wurde 1933 Patient in den Jacoby’schen Anstalten in Bendorf-Sayn. Dort konzentrierten die Nationalsozialisten ab 1940 den größten Teil von jüdischen psychiatrischen Patienten aus dem Reich\, um sie danach in Konzentrationslager zu transportieren. Jakob van Hoddis widerfuhr das gleiche Schicksal. Am 30. April 1942 erfolgte seine Deportation nach Osten\, wo er im Mai oder Juni [vermutlich] im KZ Sobibor von Nationalsozialisten ermordet wurde. \nMitwirkende: Dr. Eva Weissweiler\, Schriftstellerin (Moderation); Dr. Gudrun Jaeger\, Germanistin [Hanna Hellmann]; Renate Rosenau\, Historikerin und Zeitzeugin [Jakob van Hoddis]. \nMusikalische Begleitung: Der Komponist Joachim Kubowitz\, [Gesang und Gitarre] wird das für diesen Tag bearbeitete Lied „Mai 45“ von Paul Kuhn und Curth Flatow und seine Text-Vertonungen von Jakob van Hoddis uraufführen.
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SUMMARY:Dort wie ein schwarzer Riese ruht der Rhein
DESCRIPTION:Wir wollen an den Schriftsteller\, Essayisten und Kulturkritiker Carl Einstein erinnern\, der am 26. 4. 1885 in Neuwied zur Welt kam. Neben Romanen und Erzählungen\, die dem literarischen Expressionismus nahe-stehen\, verfasste er bahnbrechende Werke über moderne und außereuropäische Kunst\, z.B. afrikanische Plastik\, die er zum ersten Mal weltweit bekannt machte. Er nahm sich am 1. Juli 1940 auf der Flucht vor den Nazis in Frankreich das Leben. \nWir wollen an den Arzt\, Schriftsteller und Widerstandskämpfer Friedrich Wolf erinnern\, Autor zahlreicher Romane\, Erzählungen und Theaterstücke\, darunter das sozialkritische Drama „Cyankali“\, das eine große Diskussion über den Abtreibungsparagrafen auslöste. Friedrich Wolf\, am 22. Dezember 1888 in Neuwied geboren und dort auch aufgewachsen\, fühlte sich seiner Heimat besonders verbunden\, wovon viele Gedichte und Erzählungen Zeugnis ablegen. Nach Jahren des Exils in Frankreich und der Sowjetunion starb er 1953 in Lehnitz bei Oranienburg. \nMitwirkende: Dr. Eva Weissweiler\, Schriftstellerin (Moderation); Hermann Spix\, Schriftsteller (Carl Einstein)\, Heinrich Bleicher\, Schriftsteller (Friedrich Wolf) \nMusikalische Begleitung: Yoël Cantori\, Violoncello\, Rheinische Philharmonie Koblenz \nEintritt: frei
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LOCATION:Ev. Gemeindehaus an der Heddesdorfer Kirche\, Dierdorfer Str. 65\, Neuwied\, 56564
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SUMMARY:Rath - Finale der erfolgreichen Gereon-Rath-Reihe
DESCRIPTION:Lesung und Gespräch mit Volker Kutscher\n\n„Das große Finale der Krimireihe um Gereon Rath: Familie Rath steuert auf ein dramatisches Ende zu: Gereon hat nach der Rückkehr aus den USA ein Versteck in Rhöndorf bei Bonn bezogen und schlägt sich nach Berlin durch. Der Judenhass wächst und mit der Reichspogromnacht kulminiert eine Entwicklung\, die Charly vorhergesehen und Gereon lange geleugnet hat. Damit ist beiden klar: Ein Leben in Deutschland ist so nicht mehr möglich\, Widerstand ist geboten. Haben sie eine gemeinsame Zukunft und wo würde die liegen?“\nVolker Kutscher liest und informiert im Gespräch mit Heinrich Bleicher\, ehemaliger Geschäftsführer des VS Verband deutscher Schriftsteller*innen\, über sein Werk.\nDer Eintrittspreis zugunsten der Kampagne „Demokratie ist alternativlos“ beträgt 10 € für alle – auch für Mitglieder des Vereins EL-DE-Haus – zahlbar in bar an der Abendkasse am Veranstaltungstag.\nWegen begrenzter Platzzahl Anmeldung nur über \nAnmeldung@el-de-haus-verein.de \n 
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